Iphone überwachungskamera test

Juni Eine WLAN-Überwachungskamera zeigt, was zu Hause passiert. Welcher Die Logitech Circle 2 war die einzige Überwachungskamera im Test, die für den Innen- und . Preiskracher: iPhone 8, Galaxy S9 oder P20 Pro.
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Technisch gesehen entspricht das weitestgehend dem, was auch dedizierte Standalone-Kameras leisten. Mit den richtigen Apps können die Geräte dann als Webcam verwendet werden. Vor dem Einsatz einer App sollten Sie planen, was Sie überhaupt überwachen möchten — und von wo aus. Grundsätzlich eignen sich mobile Geräte, also iPhone, iPad und iPod Touch sowie das Macbook, aufgrund ihrer Flexibilität deutlich besser für die Raumüberwachung als zum Beispiel ein iMac.

Schlicht, weil sie sich wesentlich flexibler positionieren lassen. Das ist leider nur bedingt möglich, da Apple hier eine Reihe technischer Sperren verbaut hat, die den Fernzugriff blockieren können. Als Sicherheitslösung taugen die Geräte aber nicht: Allerdings gibt es auch Perlen: Die Gratis-Version muss einfach auf iPhone und iPad installiert werden. Die Konto-Einrichtung besteht nur aus der Erstellung eines Benutzernamens und eines Passworts, damit sich die Geräte finden. Nach der Anmeldung auf beiden Geräten kann es auch schon los gehen: Das ist auch problemlos per Internet möglich.

Die App verhindert, dass das als Webcam verwendete Gerät in den Sleep-Modus wechselt, ermöglicht aber gleichzeitig das Abschalten des Bildschirms, wodurch ein diskreter Betrieb möglich ist. Presence verdient sein Geld mit Security-Packs, also dem Verkauf einer Heimüberwachungs-Infrastruktur aus Webcams, Sensoren und so weiter, wodurch die App gratis ist und bleibt.

Der Vorteil einer Lösung mit Benutzerkonto ist die umstandslose Erreichbarkeit von unterwegs, allerdings dürfte vielen Anwendern nicht ganz wohl dabei sein, denn theoretisch könnte der Anbieter natürlich auf die Kamera-Daten zugreifen. Besser sind daher im Zweifel Lösungen, deren Daten im heimischen Netzwerk bleiben. Besonders einfach und effektiv ist hier die App Instant-Webcam , die allerdings 2,29 Euro kostet: Allerdings hat Instant-Webcam einen Nachteil: Die Verbindung ist nicht geschützt, wodurch jeder User im Netzwerk auf den Stream zugreifen kann.

Eigentlich als Fernauslöser-App gedacht, mit der sich zum Beispiel ein iPhone via iPad auslösen lässt, hat sie auch gleich eine Video-Funktion integriert. Das eine Endgerät sieht, was das andere sieht, ganz einfach. Bei Bedarf können dann natürlich auch hochauflösende Standbilder geschossen werden. Die Verbindung ist auf kurze Strecke sogar via Bluetooth möglich, was natürlich hauptsächlich für die Kernfunktion der App, den Fernauslöser, sinnvoll ist.

Natürlich geht es auch weit komplexer: Doch AirBeam Pro kann weitaus mehr: So beginnt die Überwachung auf Wunsch erst, wenn alle Bewohner das Haus verlassen haben. Die ist nicht zu verwechseln mit der Gesichtserkennung — daran versuchen sich nur die Nest Cam IQ bzw. Auf den ersten Blick sieh sieht aus wie ein kleines Flutlicht neben der Haustür. Die Stromversorgung kommt aus der Fassade, Sie könnten also eine alte Leuchte demontieren und dafür die Presence einsetzen.

Das Flutlicht schaltet sich je nach Wunsch bei Personen ein, bei Tieren und sonstigen Bewegungen aber nicht. Es kann stufenlos gedimmt werden. Nest, Netatmo und andere Kameras in diesem Test bieten zwar eine Gegensprechfunktion, eine richtige Türklingel haben sie aber nicht. Wer Überwachung an der Haustür und eine Funkklingel mit Gegensprechen verbinden möchte, liegt bei der Ring Doorbell 2 richtig.

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Alternativ kann sie aber auch fest verdrahtet werden. Ihr Wechselstrom-Gong wird indes nicht arbeitslos: Doorbell 2 kann auch den ansteuern, das Installations-Kit dafür liegt bei. Er erweitert die Funkreichweite und fungiert als Glocke im Haus. Die schwere Konstruktion mit bester Wetterfestigkeit und sehr gutem Installationsmaterial ist über jede Kritik erhaben. Mit Instar ist fast alles möglich: Es gibt Alarmzonen und Privatbereiche, wie schon bei Nest und Netatmo. Eine solche Menge an Settings wird Kunden, die eine schnelle Lösung mit komfortabler App suchen, überfordern.

Instar-Kameras sind für den gewerblichen oder privaten Einsatz gemacht, aber sie sind nicht für jedermann. Solche IP-Kameras sind wesentlich günstiger als herkömmliche Überwachungskameras und daher für jedermann erschwinglich. Eine IP-Kamera ist letztlich also ein kleiner Computer, der mit einem Kameramodul und Infrarotsensoren bestückt ist und als Netzwerkgerät ins heimische Funknetzwerk integriert wird. Auch Nachtaufnahmen gelingen mit einem eingebauten Infrarot-Scheinwerfer.

Das hat den Vorteil, dass nicht immer ein Computer laufen muss, um die Videos aufzuzeichnen. Das ist viel praktischer, denn so spart man es sich, Kabel zu verlegen. Auch auf einen Stromanschluss kann man bei einigen IP-Kameras verzichten. Sie werden einfach mit Batterien, Akkus oder einem Solarmodul ausgestattet. So können sie völlig frei ganz ohne Kabel platziert werden. Für den Test haben wir aus dem riesigen Markt der Überwachungskameras 20 Modelle herausgesucht, die das ganze Preisspektrum abdecken, von günstigen Geräten ab rund 50 bis zu teuren Markenkameras, die an der Euro-Marke kratzen.

Überwachungskameras von Markenherstellern werden inzwischen zunehmend von No-Name-Herstellern aus Fernost verdrängt.


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Die sind oft wesentlich günstiger, bieten aber so gut wie keinen Kundenservice — und haben manchmal eklatante Sicherheitsmängel. So wurde kürzlich bekannt, dass viele günstige Sicherheitskameras über ihre IP-Adressen ohne jeglichen Passwortschutz über das Internet erreichbar sind — so bekommt jedermann Zugriff auf die Kamera. Bei der Installation sollte man daher auf jeden Fall ein sicheres Passwort für den Zugang zur Kamera vergeben und es ist umso wichtiger, dass der Vorgang einfach und verständlich ist.

Wer auf einer schönen Timeline übersichtlich die Aufzeichnungen ansehen will, der sollte bei Nest, Netgear, Netatmo oder Ring bleiben. Ausnahmen sind Yi Camera und Reolink Argus 2 , die mit gut bedienbaren, übersichtlichen Apps punkten. Somit sind sie gegen starkes Strahlwasser, Staub und Berührung vollständig geschützt und können ohne jeden Schutz direkt dem Wetter ausgesetzt werden. Nur die Yi Camera schummelte sich als nicht wetterfestes Modell in den Test. Für Innenräume und Hallen genügen aber auch einfache Indoor-Modelle, die meistens günstiger sind. Wir haben uns für diesen Test aber auf Outdoor-Modelle konzentriert.

Das hört sich auf den ersten Blick verlockend an, denn so kann man einen Einbrecher selbst aus der Ferne auf frischer Tat ertappen und gleich die Polizei verständigen — denkt man sich zumindest. Doch die Realität sieht anders aus, denn meistens ist es nicht ein unerwünschter Eindringling, der den Alarm auslöst, sondern die Katze des Nachbarn, die über die Terrasse läuft, spielende Kinder oder ein Auto in der Ferne.

Selbst Wind, der die Äste von Bäumen bewegt, kann bestimmte Bewegungsmelder auslösen. In der Praxis wird daher kaum jemand die Alarmfunktion dauerhaft eingeschaltet lassen — das ständige Gebimmel nervt. Nur in speziellen Bereichen, etwa dem geschützten Eingangsbereich eines Hauses, sind Push-Meldungen sinnvoll. Alternativ begrenzt eine Zeitplanung die Aktivität der Kamera auf die Nachtstunden. Netatmo, Nest, Ring und Instar gehen daran, dieses Problem zu entschärfen: Einmal durch die Aufteilung des erfassten Bereiches in verschiedene Segmente.

Hier kann der Spielplatz von der Überwachung ausgeschlossen werden, die Einfahrt hingegen bleibt überwacht. Die Filter bei Netatmo und Nest gehen noch einen Schritt weiter: Es gibt sie für Personen, Tiere oder sonstige Bewegungen. Je nach Wunsch lösen dann nur Menschen Alarm aus, Tiere aber nicht. Manche Modelle bieten sogar Gesichtserkennung: Familienmitglieder können dann unbehelligt eintreten, Fremde lösen einen Alarm oder zumindest eine Videoaufzeichnung aus. Wirklich verhindern kann eine Überwachungskamera einen Einbruch also nicht, sie wirkt aber abschreckend.

Aber so gut vorbereitet gehen die meisten Einbrecher nicht zu Werke. Einige Überwachungskameras verfügen auch über eine Alarmschaltung, über die zum Beispiel eine Sirene oder ein Flutlicht angeschlossen werden kann. So macht man potentiellen Einbrechern das Leben noch ein Stückchen schwerer — oder aufgrund ständiger Fehlalarme auch den Nachbarn.

In der Regel verrichtet eine Überwachungskamera ihren Dienst daher eher passiv. Kommt es zu einem Einbruch, kann man das Material der vergangenen 24 Stunden oder — je nach Modell — auch der letzten Tage oder Wochen sichten. Das ist der eigentliche Sinn einer Überwachungskamera. Zusatzfunktionen wie der Blick in den heimischen Garten in Echtzeit wirken zwar erstmal attraktiv, mit der Zeit wird die manuelle Bedienung der Kamera aber in Vergessenheit geraten. Die Videoqualität von Outdoor-Überwachungskameras kann weder mit der eines Smartphone noch der eines Camcorders mithalten.

Auch einen optischen Zoom gibt es fast nie. Relativ starkes Bildrauschen, oft stark überdrehte Kontraste, verfälschte Farben und manchmal unscharfe Flecken im Bild, speziell bei den beweglichen Dome-Kameras. Auch wenn die Hersteller mit HD oder Full-HD werben — die Bildqualität ist nicht unbedingt das, was man erwartet, selbst wenn die hohe Auflösung das suggeriert. Aber bei einer Überwachungskamera geht es ja auch nicht darum, möglichst schöne Videos vom Einbrecher zu machen, sondern darum, dass sie zuverlässig in allen möglichen Lichtsituationen ein erkennbares Bild liefert — vor allem auch nachts.

Bei Tageslicht wird der Infrarot-Filter in der Kamera einfach weggeklappt. Wenn man nachts frontal in die Kamera blickt, kann man meist rote oder blaue Punkte sehen. Ausnahme ist der Testsieger: Dafür sorgt ein spezieller Filter vor den Leuchten. Für den unerwünschten Besucher bleibt die Kamera also vollkommen unsichtbar, sofern sie versteckt genug platziert wurde. Typischerweise schauen Überwachungskameras in eine Richtung und leuchten dabei einen engen Bereich aus. Im Test war der ein bis zwölf Meter weit und höchstens vier bis sechs Meter breit.

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Herstellerangaben von 15 bis 20 Metern Reichweite halten wir für stark übertrieben. Im Test konnten die Scheinwerfer höchstens sechs Meter vernünftig ausleuchten. Mit separaten IR-Scheinwerfern aus dem Handel kann man Abhilfe schaffen, falls man mit der Ausleuchtung unzufrieden ist. Auch sonst haben eingebauten Scheinwerfer Nachteile: Verschmutzungen auf der Objektivabdeckung führen zu Reflexionen, die die Bildqualität drastisch verschlechtern können.

Für den Einsatzzweck reicht das auch heute noch aus, aber viele Käufer erwerben trotzdem gerne hochauflösende Megapixel-Kameras: Sie beginnen dadurch schneller zu rauschen als Kamerasysteme mit geringen Auflösungen. Die Folge des Bildrauschens: Die Qualität der Bilder sinkt, die erforderliche Bandbreite und der Speicherbedarf steigen um bis zu 80 Prozent und intelligente Analysefunktionen liefern permanent Fehlergebnisse.

Entscheiden Sie sich entweder gleich für eine geringere Auflösung oder rüsten Sie separate Infrarot-Scheinwerfer nach. Ein richtiger Wohlfühlfaktor wollte da nicht aufkommen. Abstriche mussten wir bei Yi Camera und Reolink machen: Erstere reagiert etwas verzögert auf die Steuerung Dome Kamera mit Kamerafahrt und zweite verzögert das Live-Bild um sechs bis acht Sekunden. Sie reagierten extrem träge, jeder Schwenk der fahrbaren Kamera wurde zur Geduldsprobe. Das änderte sich auch durch das Einstellen einer niedrigen Auflösung nicht wesentlich. Auch Samsung zeigte sich von der Schattenseite: Wenn wir die Auflösung auf maximal setzten — das sind bei Samsung 1.

Alternativ kann das Material bei einigen Modellen auch gleichzeitig auf einem Onlinespeicher abgelegt werden — das bieten unsere Empfehlungen von Nest, Netgear, Ring, Instar, aber auch Yi Home. In Punkto Ausfallsicherheit ist die Onlinespeicherung ideal, denn auch bei Zerstörung der Kamera bleibt das Beweismaterial erhalten. Wenn die Kamera manuell mit der Smartphone-App ausgelöst wird, werden Bilder und Videos meistens direkt auf dem Speicher des Smartphones abgelegt. So kann er den Erfassungsbereich laufend nach Lebewesen absuchen, denn die strahlen Wärme ab.

Bewegt sich eine Wärmequelle durch die einzelnen Zonen, werden unterschiedliche Ladungsdifferenzen auf dem PIR-Sensor erzeugt und der Alarm wird ausgelöst. Eine andere Möglichkeit der Bewegungserkennung ist das konstante Aufzeichnen eines Videostreams. Verändert sich der Bildinhalt sehr schnell, etwa wenn eine Person durch das Sichtfeld läuft, wird der Alarm ausgelöst. Doch ein solcher Bildvergleich kann unter Umständen viele Fehlalarme produzieren, etwa, wenn Bäume sich durch Wind bewegen, starker Schnee fällt oder Autos durchs Bild fahren.

Zuverlässiger sind Überwachungskameras mit passiven Infrarot-Sensoren. Zusammen mit einem Mikrofon können sie dann auch als Gegensprechanlage eingerichtet werden. Privatnutzer in Deutschland müssen sich auf ihren Grundstücken und in ihren Wohnungen wenig Gedanken über Datenschutzbestimmungen machen, wenn sie eine Überwachungskamera einsetzen wollen. Sie müssen noch nicht einmal konkrete Gründe dafür nennen. Teile einer öffentlichen oder vom Nachbarn genutzten Fläche dürfen aber nicht überwacht werden. Es gilt allgemein die Transparenzpflicht: Gezielte Beobachtungen des Nachbargrundstückes sind allerdings klar verboten.

Das wäre eine tiefgreifende Verletzung des Persönlichkeitsrechts des Nachbarn und er könnte auf Schadenersatz und Schmerzensgeld klagen. Um keinen Unfrieden zu stiften, sollten Sie im Zweifel mit Ihren Nachbarn über das Vorhaben sprechen und darauf hinweisen, welche Bereiche aufgezeichnet werden. Vor allem, wenn es um gemeinsame Zuwege und Flächen geht, ist eine einvernehmliche Absprache Pflicht.

Dabei spielt es nach aktueller Rechtslage keine Rolle, ob die Kamera ein Dummy oder technisch gar nicht funktionsfähig ist. Entscheidend ist, dass Ihr Nachbar oder ein Besucher von einer Aufzeichnung ausgeht und sich beobachtet fühlt. Vorsicht ist auch geboten, wenn öffentliche Gehwege, Parkplätze etc. Mehr dazu können Sie in einer Broschüre der Universität Münster nachlesen. Gaststätten, Hotels, Geschäfte oder Bürogemeinschaften berufen sich in der Regel auf ihr Hausrecht, wenn sie Überwachungskameras installieren. Eine heimliche oder verdeckte Videoüberwachung verletzt aber die Interessen der Betroffenen und ist daher grundsätzlich unzulässig.

Das gilt vor allem für Gaststätten oder ähnliche Lokale. Produktionsstätten ohne Publikumsverkehr, Büros oder auch Küchen sind bei der Überwachung grundsätzlich ein kritischer Fall, die Inhaber oder Entscheider sollten sich auf jeden Fall über ihren rechtlichen Spielraum genau informieren.

Einen guten Einstieg in das Thema finden Sie beim sächsischen Datenschutzbeauftragten. In der Schweiz ist die Rechtslage ähnlich wie in Deutschland. Mehr Informationen dazu finden Sie beim eidgenössischen Datenschutzbeauftragten. In Österreich ist die Gesetzeslage dagegen strenger: Hier sind Überwachungskameras meldepflichtig, sobald sie Videomaterial aufzeichnen. Im gewerblichen Bereich darf Videoüberwachung nur in begründeten Ausnahmefällen eingesetzt werden und muss ebenfalls vorab genehmigt werden.

Mehr Informationen dazu finden sie bei der österreichischen Datenschutzbehörde. Überragend sind bei ihr die einfache Verwaltung und der simple Zugriff auf das Bildmaterial in der Cloud. Die Netgear Arlo , unsere frühere Empfehlung, rutscht auf Platz zwei. Arlo kann nicht Gegensprechen, hat eine geringere Bildqualität und ist durch den Batteriewechsel wartungsintensiver.

Die Unterschiede sind teilweise gering. Letztlich sollte der Fokus auf bestimmte Einsatzgebiete den Unterschied machen: Ring ist eben die beste Klingel-Gegensprechanlage und die Presence von Netatmo ist als Flutlicht getarnt und kommt ohne Abo aus. Die günstigen Modelle und auch die Profigeräte waren häufig entweder zu komplex in der Einrichtung, unkomfortabel bedienbar, zeichneten keine Alarmvideos auf oder kamen mit unbrauchbarem Befestigungsmaterial. Die Kontrahenten waren entweder zu komplex bei der Einrichtung, nicht manuell bedienbar, zeichneten keine Alarmvideos auf oder kamen mit unbrauchbarem Befestigungsmaterial.

Wenn alles passt und Sie ein erstes Bild sehen, dann kann die Kamera vom Strom getrennt werden, nach dem Einschalten findet sie ihr Netzwerk automatisch wieder. Bei der Montage der Nest Cam Outdoor ist man sehr flexibel: Nest liefert auch ausreichend Schrauben, Dübel und Kabelklemmen, um das ordentlich zu bewerkstelligen. Bei vielen anderen Kameras finden sich oft nur 50 bis Zentimeter lange Kabel, die in einem trockenen Innenraum enden müssen. Auch alle anderen IP-Kameras bewältigten diese Reichweite problemlos und waren stets und bei jedem Wetter mit der App erreichbar.

Die Steckverbinder der Kameras sind in der Regel nicht wasserdicht, bei Nest aber schon. Ähnlich ist es bei Abus, hier ist die Verbindung zum Netzteil ebenfalls geschützt. Die Nest Cam Outdoor wird mit ihrer magnetischen Rückseite einfach auf eine halbrunde Installationsplatte aufgesetzt, exakt so wie auch die Arlo von Netgear. So kann ohne Stellschrauben der Überwachungswinkel frei eingestellt werden. Die anderen Kameras kommen in der Regel mit einem Sockel und einem Gelenkarm.

Die Magnethalterung eignet sich für die Wandmontage. Will man die Kamera an der Decke oder am Dach anbringen, benutzt man eine Schraubhalterung ähnlich der eines Fotostativs. Via App kann die Kamera als Gegensprechanlage benutzt werden, etwa wenn Sie nicht daheim sind und dem Paketboten über den Abstellort informieren.

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Bis auf die genannten Modelle leistet aber keine eine zufriedenstellende Lautstärke und Qualität. Unsere Begeisterung für die Nest-Kamera kommt nicht zuletzt von der hervorragenden, einfach bedienbaren App. Hier kann auch die Bewegungserkennung aktiviert oder deaktiviert werden, sogar mit einem Zeitplan. Eine Timeline zeigt nach Datum strukturiert das Alarm-Logfile. Bei Bedarf können die Videos aufs Smartphone heruntergeladen werden.

So einfach und übersichtlich wie die App von Nest sind nur die von Netatmo und Ring, ganz brauchbar sind auch noch die von Yi Camera und Reolink Argus 2.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Wenn die Bewegungserkennung nur zu bestimmten Zeiten aktiv sein soll, braucht die Kamera eine Zeitplanung. Die anderen Kameras haben Zeitplanungsfunktionen, bei Instar können sogar Serienbilder oder Videos zu programmierten Zeiten aufgenommen werden. Schnell ist man von der Flut nach Nachrichten und Hinweisen genervt. Nest, Netatmo und Netgear setzen noch eins drauf, nämlich Geofencing. Der Alarm wird nur scharfgeschaltet, wenn sich ein oder mehrere definierte Mobilgeräte aus dem Funknetz abmelden Option.

Dann nimmt die App der jeweiligen Kamera an, dass niemand mehr zuhause ist und aktiviert die Alarmbereitschaft. Um das Video zu sichten, muss eine entsprechend stabile und schnelle Internetverbindung bestehen, was von unterwegs nicht immer funktioniert. Vor dem Test hätten wir das nicht für möglich gehalten, aber die Spreu trennt sich vom Weizen, wenn es darum geht, wie und wo ein Alarmvideo abgelegt wird — und vor allem, welchen Aufwand man dafür betreiben muss. Nach der Einrichtung wurden Videos aufgezeichnet und konnten durchstöbert werden Timeline , denn sie befinden sich automatisch in der Cloud.

Bei 7 Links und ieGeek kann immerhin alternativ ein FTP-Speicher verlinkt werden, für technisch wenig versierte Käufer ist das aber kaum eine Option und auch wir wollten uns nicht erst einen FTP-Account auf einem Server einrichten, sondern ein schnelles Ergebnis sehen. Wer sich nicht an ein Abo binden möchte, der kann von Nest gleich wieder Abstand nehmen: Sinnvoll betreiben lässt sich die Kamera nur einem Nest Aware-Abo — und das ist nicht gerade günstig. Erst mit dem Abo gibt es auch den Videoverlauf im Zeitraffer.

Sie können wählen, wie lange die Videos vorgehalten werden sollen: Im Voll-Abo hat man damit schon die Kosten der Kamera überschritten. Weitere Kameras kosten extra. Zudem können Aufzeichnungen der Nest-Kameras weder lokal oder auf einer anderen Cloud gespeichert werden. Mit den Screenshots der kostenfreien Variante können Sie bei der Aufklärung eines möglichen Einbruchs natürlich nicht viel anfangen, es wäre Zufall, wenn gerade das Gesicht getroffen wäre. Nur Abo-Kunden erhalten intelligentere Warnungen. Abo-Kunden können sogenannte Personenwarnungen aktivieren.

Für manche vielleicht ein weiterer Nachteil: Abo-Kosten kommen auch bei Ring auf Sie zu, wenn auch deutlich geringere. Wer sie länger speichern möchte, braucht ein Abo. Für die Tage-Speicherung ist man mit 89 Euro im Jahr dabei. Kontozwang und Cloud sind auch bei Ring und Yi Camera gegeben. Netatmo ohne Cloud-Service ist eine Ausnahme. Anders ist es bei den Kameras mit Profianspruch und aufwendiger Administration: Die Nest Cam Outdoor wurde bereits von vielen Magazinen geprüft.

Die beste Outdoor-Über­wachungs­kamera

Sie alle loben einhellig die schnelle Installation und die komfortable und durchdachte App. Im gleichen Atemzug wird allerdings auch das teure Abo-System gerügt. Sie ist am einfachsten zu handhaben — die Cloud zum speichern von Überwachungsvideos ist aber nur 30 Tage lang gratis.

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Erweiterungen kosten nicht wenig: Von den hohen Folgekosten sind auch die Kollegen von Computerbase wenig angetan. Ohne Nest Aware verspielt Nest viel von seinem Vorteil. Mac Welt lobt die einfach bedienbare App, kommt aber auch nicht umhin, die hohen Kosten kritisch zu erwähnen. Bei der Anschaffung sollte man sich aber im Klaren sein, dass man für den sinnvollen Einsatz mindestens 50 Euro im Jahr für den Cloudspeicher und die Gesichtserkennung investieren muss.

Trustedreviews schlägt in dieselbe Bresche und lobt die einfache Bedienung sowie Geofencing und Zeitpläne. Das teure Abo wird aber auch von den US-Kollegen angeprangert. Die besten Aufnahmen bei Tageslicht liefert die Wansview W1. Doch auch hier sollte man keine Superfotos erwarten: Der Kontrast ist, wie bei den meisten Kameras, übersteuert. Am schlechtesten hat Abus abgeschnitten — sehr enttäuschend, wenn wir an die angepriesene p Auflösung denken. Eine hohe Auflösung ist nicht gleich hohe Qualität.

Beweismaterial ist der Hauptzweck einer Kamera, daher haben wir Nachtaufnahmen einer Person und von beschrifteten Aufstellern gemacht. Wir wollten wissen, auf welche Distanz wir im Bild die Gesichtszüge bzw. Die Netgear Arlo kann hier leider nicht gut punkten und gehört bei der Nachtsicht eher zu den Schlusslichtern.

Schrift kann bis vier Meter erkannt werden, Gesichtszüge bis etwa drei Meter Entfernung. Schrift ist bei ihnen bis zu sechs Metern sehr gut lesbar. Hier sind Gesichtszüge gerade mal bei einem Meter Distanz erkennbar. Mit zusätzlichen IR-Scheinwerfern können diese Ergebnisse bei allen Modellen aber deutlich verbessert werden.

Wir haben den Winter genutzt und alle Kameras im Freien installiert, wenn möglich ohne jeden Wetterschutz. Alle Geräte haben den Testlauf über mehr als zwei Wochen bestanden; wir hatten keine Ausfälle. Allenfalls die Bildqualität kann unter Regentropfen und Kondenswasser auf der Linsenabdeckung leiden. Die Nest Cam Outdoor gefällt uns wegen ihre hohem Bedienkomfort, wirklich sinnvoll nutzbar ist sie aber nur mit Abo.

Wer das nicht möchte, für den haben wir einige Alternativen. Wer eine einfach zu installierende und einfach zu bedienende Überwachungskamera ohne viel Schnickschnack sucht, die ultimativ flexibel angebaut werden kann und die sogar ohne Abo ihren Einsatzweck erfüllt, der ist mit der Netgear Arlo gut bedient. Solchen Komfort bietet nur die teurere Konkurrenz von Nest und Netatmo. Durch den Batteriebetrieb kann die Kamera an jeder beliebigen Stelle der Fassade oder des Grundstücks installiert werden.

An vielen Kameras befindet sich jeweils ein nur 50 bis 60 Zentimeter langes Kabel, das in einem trockenen Innenraum enden muss. Ausnahmen sind Samsung und die Nest Cams mit acht bzw. Lediglich auf die Reichweite des Arlo-Routers muss man achten. Der wird per Kabel mit dem Internet-Router verbunden, kann also unter Umständen nur ein Stückweit in Richtung der Kamera aufgestellt werden.

Die wenigen Einstellungen der Arlo zu Qualität, Nachtsicht und Bildumkehrung für die Deckenmontage sind übersichtlich. Hier kann auch die Bewegungserkennung aktiviert oder deaktiviert werden, passend dazu mit einem Zeitplan. Eine Bibliothek zeigt nach Datum strukturiert das Alarm-Logfile. Die Bildqualität der Nachtaufnahmen lässt zu wünschen übrig, speziell, weil man Gesichter oder Beschriftungen erst auf sehr kurze Distanz erkennen kann. Hier zeigt sich der Nachteil des Batteriebetriebs: Um Energie zu sparen, hat der Hersteller nur eine schwache Infrarot-Beleuchtung eingebaut.

Um dieses Manko zu beseitigen, kann man über die Anschaffung von externen IR-Scheinwerfern nachdenken. Ein weiterer Nachteil von Batterien: Während der gut vierwöchigen Testphase im Winter fiel der Akkustand von 95 auf 75 Prozent. Bei hoher Auflösung gehen wir daher von einer drei bis höchstens viermonatigen Laufzeit aus, der Hersteller gibt 4 bis 6 Monate an. Die vier CR2 Batterien können immerhin sehr einfach ausgetauscht werden. Kostenpunkt 11 bis 15 Euro für 4 Stück.

Das Arlo-System ist nur bis zum Einsatz von maximal 5 Kameras kostenlos, aber das dürfte für die meisten mehr als ausreichen.