Handy kontrollieren eltern

Egal ob Handy, Labtop oder IPad: Die Versuchung, einen heimlichen Blick in das die Vereinbarung geben, dass Eltern im Zweifelsfall kontrollieren dürfen.
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Daneben gibt jeder Nutzer bei Aktivierung beziehungsweise Ersteinrichtung die Bestätigung ab, dass er dazu befugt sei, diese Daten für WhatsApp bereitzustellen. Nach Einschätzung des Gerichtes seien die bei Installation einer Software oder App bestehenden Nutzungsvereinbarungen oder AGBs langwierig, komplex und rechtlich anspruchsvoll, sodass diese von einem durchschnittlichen Nutzer oft nicht verstanden werden, aber dennoch durch "Klicken" oder "Wischen" akzeptiert werden.

Das Gericht kommt zu der Überzeugung, dass die meisten Nutzer die von WhatsApp aufgestellten Bedingungen erst gar nicht zur Kenntnis nehmen. Ebenfalls scheide eine konkludente Einwilligung aus, da keine Informations- und Wissensbasis des Durchschnittsnutzers vorhanden sei, durch die er eine bewusste konkludente Willenserklärung zur Weitergabe der Daten an WhatsApp durchführen könne. Im Rahmen der gerichtlichen Anhörung wurden dem Kind die Bedeutung der Begriffe "Datenweitergabe" und "Datenschutz" und die jeweiligen Hintergründe kindgerecht erläutert.

Das Kind verstand diese auch und konnte während der Anhörung erklären, dass er über die App keine Datenweitergabe gewollt habe. Die entsprechende Zustimmungserklärung zu den Rechten von WhatsApp und die Nutzungs- und Datenschutzbedingungen habe es selbst vor der Installation nicht gelesen. Es wurde zudem festgestellt, dass das Kind in der Lage sei, die ihm dargelegten Umstände nachzuvollziehen und zu begriffen. Es habe verstanden, dass es nicht über Daten Dritter verfügen darf, solange keine Zustimmung des Erziehungsberechtigten vorliegt.

Ein möglicher Geschädigter darf somit gegen den Aufsichtspflichtigen, also hier die Kindesmutter, aber auch gegen das Kind selbst vorgehen. Diese Problematik wurde dann mit den Kindeseltern erörtert. Die Kindesmutter legte eine Liste der auf dem Smartphone vorhandenen Kontakte vor, wobei es sich in dem gerichtlichen Verfahren lediglich noch um elf persönliche Kontakte handelte, die überwiegend Klassenkameraden und gleichaltrige Freunde betrafen. Die Kindesmutter erhielt vom Gericht den Hinweis, dass es Aufgabe der Eltern sei, Handlungen noch minderjähriger Kinder zu überschauen und sie vor Gefahren sowohl im analogen als auch im digitalen Bereich zu schützen.

Im vorliegenden konkreten Fall sei tatsächlich keine Erlaubnis zur Datenübermittlung durch WhatsApp von den gespeicherten Kontakten des Sohnes nicht eingeholt worden. Demnach besteht für das Kind ein Risiko in Bezug auf eine deliktische Handlung und der damit verbundenen Gefährdung des Vermögens. Eine deliktisch handelnde Person, die rechtlich gesehen ihr Verhalten zu verantworten hat, kann folglich abgemahnt und gem.

Im Verfahren legte jedoch der Kindesvater dar, dass er keinen hinreichenden Kontakt zu seinem Kind hatte. Folglich konnte er nichts von den Adressbuchkontakten erfahren und für eine dauerhafte Absicherung sorgen. Zudem habe der Kindesvater die technische Wirkweise von WhatsApp nicht richtig verstanden.

Auch der Kindesmutter war die Reichweite und rechtliche Problematik der Datenweitergabe nicht bewusst. Dennoch war ihr nicht Recht zu geben, dass die Angelegenheit nicht schlimm sein könne. Das Gericht ging in diesem Fall davon aus, dass die Kindesmutter der vorliegenden Gefahr nicht effizient begegnen konnte. Wer diesen Dienst nutzt, leitet nach dessen Vorgaben hauptsächlich Daten der im eigenen Adressbuch eingetragenen Kontakte an das hinter dem Dienst stehende US-amerikanische Unternehmen. Wer eine Datenfreigabe durch die Nutzung des Anbieters zulässt, ohne die von den im eigenen Adressbuch gespeicherten Kontaktpersonen erforderliche Erlaubnis eingeholt zu haben, begeht diesen Personen gegenüber eine deliktische Handlung.

Er läuft Gefahr, von den betroffenen Personen abgemahnt zu werden. In diesem konkreten Fall ordnete das Gericht an, dass durch die Eltern oder den sorgeberechtigten Elternteil von allen Kontaktpersonen, die im Account von WhatsApp aufgelistet sind, eine schriftliche Zustimmungserklärung zu fordern ist. Ist diese Einholung nicht innerhalb von zwei Monaten möglich, muss die Anwendung vom Handy gelöscht werden. Sie erhielt die Auflage, sich auf der Internetseite "Klicksafe" über Sicherheit im Netz und zum Thema digitaler Mediennutzung weiterzubilden.

Die Mutter wurde sogar verpflichtet, monatlich wenigstens drei Berichte nach ihrer Wahl vollständig zu lesen. Die gleiche gesetzliche Norm gilt auch, wenn das Vermögen eines Kindes in Gefahr ist. AG Bad Hersfeld, Beschluss von Überlassen Eltern ihrem minderjährigen Kind ein digitales 'smartes' Gerät z. Smartphone zur dauernden eigenen Nutzung, so stehen sie in der Pflicht, die Nutzung dieses Geräts durch das Kind bis zu dessen Volljährigkeit ordentlich zu begleiten und zu beaufsichtigen.

Verfügen die Eltern selbst bislang nicht über hinreichende Kenntnisse von 'smarter' Technik und über die Welt der digitalen Medien, so haben sie sich die erforderlichen Kenntnisse unmittelbar und kontinuierlich anzueignen, um ihre Pflicht zur Begleitung und Aufsicht durchgehend ordentlich erfüllen zu können. Wer den Messenger-Dienst "WhatsApp" nutzt, übermittelt nach den technischen Vorgaben des Dienstes fortlaufend Daten in Klardaten-Form von allen in dem eigenen Smartphone-Adressbuch eingetragenen Kontaktpersonen an das hinter dem Dienst stehende Unternehmen.

Wer durch seine Nutzung von "WhatsApp" diese andauernde Datenweitergabe zulässt, ohne zuvor von seinen Kontaktpersonen aus dem eigenen Telefon-Adressbuch hierfür jeweils eine Erlaubnis eingeholt zu haben, begeht gegenüber diesen Personen eine deliktische Handlung und begibt sich in die Gefahr, von den betroffenen Personen kostenpflichtig abgemahnt zu werden. Die Kindesmutter hat dem Gericht jeweils bis zum Die Kindesmutter wird hierzu verpflichtet, monatlich mindestens drei Themen-Berichte nach ihrer freien Wahl vollständig zu lesen dies unter der Internet-Adresse URL www.

Die Kosten des Verfahrens hat die Kindesmutter zu tragen. Der Verfahrenswert wird auf 1. Die Ehe der Kindeseltern ist seit rechtskräftig geschieden. Alexander lebt bei der Kindesmutter. Der Kindesvater erläuterte in dem Zusammenhang noch, dass er seinen Sohn blockiert habe, da dieser ihm unschöne Texte geschickt habe, insbesondere dem Kindesvater hierüber Vorwürfe gemacht habe.

Er erklärte, er könne sich künftige Kommunikation mit seinem Sohn über Messenger nun auch wieder vorstellen, habe zwischenzeitlich aber ein neues Smartphone und nun sei sein Sohn nicht mehr in der Liste bei "WhatsApp" mit drin, und er wisse gar nicht, wie er das hin bekomme, dass sein Sohn wieder dort auftauche. Die Umstände im Hinblick auf diese digitale Nutzung durch das Kind sind im hiesigen Verfahren weiter überprüft worden. Das Kind Alexander ist dazu weiter angehört worden. Er hat hierbei erläutert, dass er das Smartphone etwa im Dezember gleichsam als Ableger von seinem älteren, heute jährigen Bruder erhalten habe.

Dieser habe sich ein neues, besseres Smartphone gekauft und das alte Gerät damals ihm überlassen, wobei er es sporadisch immer nochmal an den Bruder herausgeben müsse, wenn dieser daran z. Der Bruder habe das Smartphone seinerzeit technisch zurückgesetzt und es gemeinsam mit Alexander neu eingerichtet. Es wurden dazu Apps für Alexander neu installiert. Hier sei auch die App "WhatsApp" mit dabei gewesen, die Alexander seither nutze.

Alexander wurden in der Kindesanhörung in altersgerechter Sprache die Begriffe Datenweitergabe und Datenschutz sowie Hintergründe hierzu erläutert.

Zeit-Kontroll-Apps für Eltern im Test - Süddeutsche Zeitung Magazin

Diese Erläuterungen hat Alexander für sich erkennbar verstanden und konnte während der Anhörung rasch selbst treffende Analogien bilden. Es ist ihm weiter altersgerecht erklärt worden, in welcher Form und in welchem Umfang eine Datenweitergabe von seinem Smartphone über die Applikation "WhatsApp" ab dem Moment der Installation laufend automatisiert erfolgt ist. Hierzu erklärte Alexander, eine derartige Datenweitergabe über diese App habe er von sich aus gar nicht gewollt.

Ignore no more - App - Wie Eltern ihre Kinder kontrollieren

Die Zustimmungserklärung zu den technischen App-Rechten von "WhatsApp" sowie die Nutzungs- und Datenschutzbedingungen dieses Messenger-Dienstes habe er vor der Installation selbst nicht gelesen. Eventuell habe dies sein damals jähriger Bruder getan, welcher die betreffenden Dialoge dann jedenfalls auch im Rahmen der Installation bzw. Die Angelegenheit ist mit den Kindeseltern weiter erörtert worden. Es ist mit diesen gleichfalls über die Thematik der eigenmächtigen Weitergabe fremder Daten und der damit verbundenen Verletzung von Rechten anderer Personen intensiv gesprochen worden.

Die Kindesmutter hat eine Liste mit allen von Alexander auf dem Smartphone vorgehaltenen Kontakten vorgelegt und die persönliche Beziehung des Kindes zu diesen Kommunikationspartnern angegeben. Im hiesigen Verfahren wurden lediglich noch 11 persönliche Kontakte angeführt, dies überwiegend gleichaltrige Freunde und Klassenkameraden 4.

Der Kindesvater war nicht mehr hierunter.


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Die Kindesmutter erklärte, grundsätzlich über die Nutzung der Smartphones ihrer Kinder zu wachen. Jedoch erklärte sie andererseits, dass sie ihr eigenes Smartphone für die Installation von Apps o. Der Kindesmutter wurde dazu der Hinweis erteilt, dass es allerdings mit Blick auf die elterliche Sorge Aufgabe der Eltern ist, die Handlungen ihrer noch minderjährigen Kinder so weit qualifiziert zu überschauen, dass sie sie vor Gefahrsituationen - gleich ob im analogen oder im digitalen Bereich - grundsätzlich schützen und ihnen unterstützend zur Seite stehen können, wenn hierzu Bedarf besteht.

Die Kindesmutter zeigte sich im Hinblick auf die rechtlichen Probleme um diese Art der Datenweitergabe an derart aktiv datensammelnde Apps wie "WhatsApp" grundsätzlich verständig, insbesondere nach nochmal direkter Erklärung durch ihre Anwältin. Eine Erlaubnis zu dieser andauernden Datenübermittlung via "WhatsApp" sei von den im Smartphone gespeicherten Kontaktpersonen ihres Sohnes tatsächlich nicht eingeholt worden.

Das zuständige Jugendamt ist am Verfahren beteiligt worden. Durch die vorgefundene Nutzung der Applikation WhatsApp, wie sie hier durch das Kind Alexander laufend praktiziert und von seinen Eltern ohne weitere Vorkehrungen geduldet wird, ist eine Gefahr für das Vermögen des Kindes gegeben. Denn es besteht bei derartiger, unbedarfter und nicht weiter rechtlich abgesicherter Nutzung von WhatsApp die konkrete Gefahr, dass das Kind als Nutzer wegen i. Diese lauten hinsichtlich der vorliegend einschlägigen Passagen wie folgt: Über unsere Dienste Registrierung.

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Deine Kontakte und Sonstiges. In technischer Hinsicht wird diese "Datenbrücke" zugunsten von WhatsApp in der Folge derart verwirklicht, dass die App bei ihrer Aktivierung -inklusive der hierbei zwingenden Bestätigung der AGB von WhatsApp - nach der Installation ins Betriebssystem des Smartphones eingreift, in welchem die App im Systembereich in der Rechteverwaltung des Betriebssystems von z.


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Lesezugriff sowie Übertragungsmöglichkeit ins Internet in Bezug auf das komplette Adressbuch auf dem Smartphone oder auch Tablet erhält. Es wird dann sofort bei der ersten für den Nutzer möglichen Verwendung von WhatsApp das vollständige Adressbuch des Nutzers auf dem eigenen Smart-Gerät ausgelesen, und sämtliche dabei erlangten und kopierten Datensätze werden via Internetverbindung an den Betreiber WhatsApp Inc.

Dies kann von den Kindeseltern vorliegend auch einmal anschaulich in einem Netzvideo der Stiftung Warentest nachvollzogen werden, siehe unter: Was indes in der real-analogen Welt - Abschreiben aller Kontaktdaten - geradezu absurd erscheint und durchschnittlich Dutzende Minuten dauern würde, erfolgt bei der Ersteinrichtung von WhatsApp mittels digitalem Auslesen, Kopieren und Übertragen ins Internet bei hinreichend schneller Online-Verbindung in nur wenigen Sekunden, wird vom Nutzer somit faktisch auch kaum wahrgenommen. Die Kontakteliste des Smartphones kann technisch dann jedes Mal mit den bereits von WhatsApp zuvor erhobenen und auf deren Daten-Servern gespeicherten Datensätzen dieses Nutzers abgeglichen synchronisiert werden, und evtl.

So kann das System schon im Rahmen des Erst-Uploads bei der erstmaligen Aktivierung der App sofort feststellen, welche der im Smartphone hinterlegten Kontaktpersonen selbst ebenfalls die App WhatsApp installiert haben. Schwierigkeiten in der Erziehung lassen sich mit Technik nicht kompensieren.

Mit rasender Geschwindigkeit entwickelt sich die moderne Elektronik - und damit auch unser Alltag. Hier finden Sie alle Beiträge zur digitalen Revolution. Sie befinden sich hier: Neuer Abschnitt Eltern wollen für ihre Kinder nur das Beste: Folgende Funktionen können Überwachungs- Apps haben: Bestimmte Orte werden per GPS definiert. Zusätzlich können die Eltern das Kind über ein eingebautes Mikrofon abhören. Einige Apps wie beispielsweise Canary zeichnen das Fahrverhalten des Nachwuchses auf. Sind die Kinder zu schnell unterwegs oder halten sich nicht an die Verkehrsregeln, bekommen die Eltern eine Benachrichtigung.

Zudem wird eine alltägliche Fahrauswertung per E-Mail versendet. Kontakt erzwingen durch Handysperre: Wenn die Kinder auf Nachrichten nicht reagieren oder elterliche Anrufe weg drücken, können Eltern mit der App Ignore no more fast alle Funktionen des Kinderhandys deaktivieren. Wie viel Zeit sollten Eltern trotz aller Pflichten mit ihren Kindern verbringen?

sofatutor-Magazin

Das Einfrieren von Beikost ist eine gute Möglichkeit, für das Baby stets frischen und nährstoffreichen Brei zu haben. Doch um dem Kind hygienisch einwandfreie Nahrung geben zu können, müssen Kochzeit, Verpackung und Kühltemperatur genau beachtet werden. Für viele Mädchen ist das erste Mal mit Spannung und hohen Erwartungen, aber auch mit Unsicherheit verbunden.

Hier werden wichtige Fragen beantwortet. Immer wieder lassen Eltern das Nabelschnurblut nach der Geburt einlagern. Wir erklären, welche Vorteile diese Entscheidung haben soll. Mit jedem Tag, den unsere Kinder älter und erwachsener werden, spüren wir auch, dass sie sich uns entfremden, wir nicht mehr ihre engsten Vertrauten sind und gepaart mit dem Wissen, dass sich Heranwachsende meist sehr experimentierfreudig zeigen und alles ausprobieren, egal ob erlaubt oder verboten, stehen wir selbst oft hilflos da.

NDR 1 Radio MV | Kulturjournal | 09.02.2016 | 19:00 Uhr

Wir sind ratlos, wie wir unsere Kinder vor Schaden bewahren sollen. Doch dürfen Sie spionieren? Darauf müssen Eltern achten. Gerade in der Pubertät verweigern sich die Heranwachsenden meist dem ehrlichen Gespräch mit den Eltern. Wie also sollen wir schützen, wenn das Vertrauen beidseitig gestört ist? Extra - Kinder und Computer. Das sollten Eltern immer bedenken. Allein der Wunsch, sein Kind zu beschützen, rechtfertigt nicht, ihm jede Möglichkeit zu nehmen, sich auch in gewissen Grenzen frei zu entwickeln und eine Privatsphäre zu haben.

Eltern sollten sich immer vor Augen halten, wo für sie die Grenzen liegen würden, bestehe ihnen gegenüber ein Verdacht, sich heimlich falsch zu verhalten und bis wohin sie eine Kontrolle für sich als gesund empfinden würden. Informationen bekommen, ohne dass das Vertrauen leidet Doch wie kontrolliere ich den Jugendlichen, ohne Vertrauen zu verlieren? Dies geht am besten, indem von vornherein Regeln aufgestellt werden, dem der Heranwachsende zustimmen muss.

Bevor das Handy ausgehändigt wird, sollten Nutzungsarten und Kosten besprochen werden, aber auch, dass die Eltern, im Beisein des Jugendlichen, zumindest bei Verdacht, in das Handy schauen dürfen.